Deutsch-französischer Schüleraustausch

Der Schüleraustausch, der letzte Woche und Anfang dieser Woche stattgefunden hat, hat mir die Stärke und Qualität der Beziehung zwischen dem GSG Taucha und dem Collège Lafayette gezeigt. Während des Aufenthalts der Schüler konnte ich sehen, wie sich dank der vielen Stunden  neue Freundschaften gebildet haben.

Die Arbeit von Herrn Matthias und aller anderen Französischkollegen hat sich ausgezahlt, dank einer ausgezeichneten Vorbereitung wurde jeder Tag ein voller Erfolg!

Das erste Treffen der Austauschschüler stellt ein wichtiges Ereignis im Hinblick auf die Vorbereitung der Reise nach Frankreich dar.

Ich denke, dass unsere Schüler von nun an bereit sind, ihrerseits das Partnerland kennenlernen zu wollen, um dort tolle, neue Erfahrungen zu sammeln!

Adrien Bastian

(Adrien ist 18 Jahre und Franzose. Er absolviert seinen Freiwilligendienst für ein Jahr an unserem Gymnasium. – die Redaktion)


Neue Freunde

Endlich war es soweit und unser lang ersehnter Schüleraustausch stand vor der Tür!

Alles begann mit der Begrüßung unserer Gäste im Musikkabinett und dem gemeinsamen Pizzaessen.  Nach dem Essen brachen wir in Gruppen zur Stadt-Rallye durch Taucha auf, bei der die Franzosen einen ersten Eindruck von Taucha bekamen und wir uns ein bisschen besser kennen lernten. Anschließend wurden wir abgeholt und fuhren nach Hause.

Am nächsten Tag sollten die Gäste einen ganz normalen Unterrichtstag miterleben. Für uns änderte sich nicht viel, doch meine Austauschschülerin erzählte, dass der Tag für sie sehr interessant war. Am Abend fand dann der Deutsch-Französische-Abend statt, auf den wir uns lange vorbereitet hatten. Zuerst führten die Franzosen ein lustiges Stück in deutscher Sprache auf, welches eine Mischung aus den Märchen Schneewittchen, Rotkäppchen und Hänsel und Gretel war. Dafür bekamen sie sehr viel Lob, das Publikum lachte viel und die Begeisterung war groß. Danach aßen wir gemeinsam das von allen mitgebrachte Essen und unterhielten uns mit den anderen Familien. Nach dem Essen waren nun wir Deutschen an der Reihe mit unserer Aufführung und spielten den Franzosen einen deutschen Unterrichtstag auf Französisch vor. Die verschiedenen Fächer bestanden aus Beiträgen, die wir Schüler uns ausgesucht hatten. Auch unser Stück gefiel dem Publikum. Begeistert machten wir uns alle auf den Heimweg!

Die Organisation des Wochenendes wurde den Gastfamilien überlassen. Wir fanden uns in unserer Klasse als eine kleine Gruppe zusammen und gingen am Samstag ins „Belantis“, am Sonntag ins „Jump House“ und besuchten anschließend das Völkerschlachtdenkmal. Uns gefiel alles sehr und an diesem Wochenende lernte jeder den anderen besser kennen. Am Samstagabend fand außerdem mit den Familien ein gemeinsamer Grillabend statt.

 Am Montag ging es dann in die Hauptstadt, nach Berlin. Eines der Highlights dieses Ausfluges war der Besuch in Madame Tussauds Wachsfigurenkabinett. Auch die Stadttour durch Berlin war sehr entspannt und interessant. Sowohl uns als auch den Franzosen gefielen die zwei Stunden Freizeit, die wir an unterschiedlichen Orten der Stadt verbringen durften. Wir nutzen sie, um etwas zu essen und unseren Austauschschülern die Stadt zu zeigen. Wir hatten viel Spaß, erfuhren viel Neues und fielen an diesem Abend todmüde ins Bett. Am nächsten Tag ging es nach Leipzig. Dort gingen wir in den Leipziger Zoo, der allen sehr gefiel. Anschließend fand eine weitere Stadt-Rallye statt, die uns vom Marktplatz bis vor den Hauptbahnhof, zur Thomaskirche, in die Mädler-Passage und zurück auf den Marktplatz führte. Sowohl unsere Franzosen als auch wir lernten einiges über die Stadt Leipzig. Die anschließende Stunde Freizeit verwendete unsere Gruppe darauf, unseren Austauschschülern die Höfe am Brühl zu zeigen und mit ihnen in einige der Klamottenläden zu gehen. Die Stunde war viel schneller vorbei als gedacht und schon ging es mit der Bahn zurück zum Tauchaer Bahnhof, von wo wir von unseren Eltern abgeholt wurden. Zuhause angekommen mussten unsere Austauschschüler schon wieder ihre Taschen packen. Schweigend fuhren wir abends zu den WYN-Passagen und verabschiedeten uns dort von unseren neuen französischen Freunden. Einige waren an diesem Abend besonders niedergeschlagen und es wurde auch die eine oder andere Träne vergossen. Doch trotz des traurigen Abschieds war unser Schüleraustausch alles in allem ein voller Erfolg und wir freuen uns schon auf den Gegenbesuch im Herbst.

Luise Krakowsky, Schülerin Klasse 7b